Mittwoch, 4. September 2013

Religionen auf dem Campus

Eine Muslimin, ein Jude, eine Hindu - drei Studenten. Die Internationalisierung der deutschen Hochschulen, aber auch die steigende Zahl von einheimischen Minderheiten unter den Studierenden, geht mit einer Vielfalt der Religionen Hand in Hand, die viele Universitäten in Deutschland so bisher nicht kannten.

Räume der Stille - aber noch keine Begegnungszentren

"Zwar gebe es mittlerweile fast überall 'Räume der Stille', die zum Gebet genutzt werden könnten. Es fehlten aber Begegnungszentren wie es sie an vielen Unis in den USA, Kanada und Australien gebe. 'Ich würde mir wünschen, dass die deutschen Hochschulen sehen, dass Religion maßgeblich zur Kultur gehört und dass sie dort einen ganz normalen Platz bekommt', sagt der Religionswissenschaftler [Martin Rötting, katholischer Hochschulseelsorger und Referent für Internationales an der Ludwig-Maximilians-Universität München]."

Jüdisch-muslimische Veranstaltung in christlicher Kirche

"Noch müssen die Gruppen für gemeinsame Veranstaltungen oft auf Räume außerhalb des Campus ausweichen. So veranstalteten die Muslimische Hochschulgruppe Berlin gemeinsam mit der Jüdischen Hochschulgemeinde Potsdam eine Feier mit dem Titel "Halal trifft auf Koscher" in einer evangelischen Kirche." (Hier geht es zum ganzen Artikel auf dw.de).

4 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

'Ich würde mir wünschen, dass die deutschen Hochschulen sehen, dass Religion maßgeblich zur Kultur gehört und dass sie dort einen ganz normalen Platz bekommt'

Bloss nicht, wir haben die Religion mühsam gebändigt, da darf diese Geissel nicht wiederauferstehen.

Gerade Universitäten sollten Bollwerke des Säkularismus sein.

Mirak hat gesagt…

hallo liselotte!

"Halal trifft auf Koscher" in einer evangelischen Kirche."

also wir juden finden kirchen so überhauptnicht koscher: 1. stehen kirchen häufig auf gräbern. 2. gibt es dort götzen und 3. haben wir mit der dreifaltigkeit ein problem (ist ja irgenwie doch polytheismus).
ich dachte das wär bei euch ähnlich?
wieso macht man es nicht in einer moschee oder synagoge?

mirak

Lieselotte hat gesagt…

@ Anonym:

Das Problem ist nicht Religion. Sondern Religion, die zur Ideologie geworden ist. Davon war in dem Artikel nicht die Rede.

Ein Säkularismus, der zur Ideologie gemacht wird, ist genauso gefährlich wie ideologisierte Religion.

Insofern: Universitäten sollen Bollwerke des Säkularismus sein, wenn damit ein offener, toleranter, inklusiver Säkularismus gemeint ist (und nicht, von was Sie da sprechen).

Lieselotte hat gesagt…

Hallo Mirak,

keine Ahnung, ich war an der Organisation nicht beteiligt. Vielleicht wissen die Betroffenen mehr?

Gruß,
Lieselotte