Montag, 31. Dezember 2012

Samstag, 22. Dezember 2012

Hijab beschützt dich - nicht

So, und hier lang geht's zu meinem neusten Artikel - über das Thema Hijab, Männer, Frauen, Vergewaltigung.

Freitag, 21. Dezember 2012

Perception

Irgendwo in Deutschland, November 2012. Wir befinden uns in einer Großstadt.

Lieselotte ist mit dem Lieschen auf dem Weg zum Kindergarten von Lieschens Cousine. Es ist nicht weit, aber als wir ankommen, ist die Tür zu. Ich klingele. Nach einer Weile sehe ich durch die Glasscheibe ein "Hä? Wer ist denn das"-Gesicht - und ein paar Minuten ist die Tür dann auch offen. Schwester ist drinnen, ihre Tochter auch - das Lieschen freut sich, seine Cousine zu sehen.

Es ist mir schon so verdammt oft passiert, dass Leute, die ich auf der Straße angesprochen haben, ob sie mir vielleicht die Zeit sagen / Geld wechseln / den Weg zeigen können, noch bevor ich damit heraus war, was ich wollte, schon abgewinkt und schnell weiter gelaufen sind. Klar, die Kopftuchzigeunerin will ja auch Geld für ihre hungernde Großfamilie von euch. Echt, zum Kotzen ist das!

Also, was denkt ihr, dass die Kindergärtnerin, als sie Lieschen und mich durch die Fensterscheibe sah, sagte?

"Da steht jemand vor der Tür!"

Schwester (enthusiastisch und voller Vorfreude): "Ja-haa, das ist meine Schwester!"

Kindergärtner (in Inbrunst der Überzeugung): "Nee, isse nich. Deine Schwester ist doch keine Türkin!"

Womit wir es klar hätten: Ich bin (diesmal) keine Bettler- oder Hausiererin. Aber Türkin. Ist ja klar. Kopftuch gleich Türkin.

Danke auch.

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Deutschland

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Erster Gedanke: Gott, ist das alles provinziell hier.

Etwas später: Na ja, so schlimm ist es auch wieder nicht.

Aber als Bekopftuchte, Turbanträger, Dunkelhäutige, Andersartiger hat man es doch in London einfacher. Was hier in Frage gestellt wird, wird dort toleriert. Und nach so und so viel Monaten und Jahren London habe ich einfach keine Lust mehr, mich für ein Kopftuch zu rechtfertigen, deswegen keinen Job zu bekommen, als anders angesehen zu werden. Ich weiß jetzt, dass es auch anders geht und hab, sorry, auf den Zirkus hier keine Lust mehr.

Auf dem Bahnsteig: Wo krieg ich jetzt nen Mülleimer her?

In der U-Bahn: Achso, klar, ist ja gar kein Problem, hier gibt's ja Mülleimer in den Waggons!

Zu Hause, bei Freunden, bei Familie: Wow, Alle wohnen so schön! Die Häuser - renoviert. Die Elektrik - funktioniert. Die Bäder - saniert. Selbst, wenn da kein Einkommen, sondern nur Sozialhilfe ist. 

In der Stadt: Ach Mist, die Flasche hätte ich nicht wegschmeißen sollen - da gibt's doch Pfand drauf!

Im Zug: Mist, fünf Minuten zu spät. Krieg ich den Anschlusszug noch?!

Am Bahnhof: Na toll, sechs Minuten Verspätung, kein Zug in Sicht. Mensch, bin ich sauer. Blöde Bahn!!

Lautsprecheransage: Anschlusszug hat Verspätung. Deutschland - wo man sich wegen einer Verspätung keine Sorgen machen muss, der nächste Zug kommt schließlich auch zu spät. (Aber nach dem dritten Zug musste ich rennen. In der Kälte. Mit Kleinkind auf dem Arm und Koffer im Schlepptau. Das vergess ich dir nicht, DB!)

Deutschland - welcome back.

Dienstag, 18. Dezember 2012

Lebenszeichen

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Hallo Welt, es gibt mich noch.

Hatte eine Blogger-Krise. War viel unterwegs. Dann hat Blogger rumgesponnen. Und ich war wieder unterwegs. Jetzt bin ich wieder da, Blogger funktioniert, und hopefully schreibe ich ab demnächst wieder. Stay tuned!